Technische Charakteristika der Gasdruckfeder

Wie genau eine Gasdruckfeder gefertigt wird, hängt ganz stark von der jeweiligen Art und Weise der Benutzung ab. Sicherlich liegen einige der technischen Merkmale und Unterscheidungen auf der Hand, andere bleiben für den Laien im Unklaren. An dieser Stelle soll mehr Licht ins Dunkel gebracht werden, indem die folgenden Fragen und Punkte diskutiert werden:

Zunächst einmal sollte ganz klar herausgestellt werden, dass eine gute Gasdruckfeder, wenn sie sorgsame und solide gefertigt wurde, wohl in den meisten Fällen aus Edelstahl hergestellt werden sollte. Zwar gibt es mittlerweile eine ganze Reihe von Materialien, die ähnliche Eigenschaften aufweisen und mit denen experimentiert wird. Es ist allerdings noch kein Material so eng an den Edelstahl gerückt, als dass es dessen Stellung des Vorreiters in Sachen Gang, Funktionalität und Haltbarkeit in Gefahr bringen würde. Vielmehr kann man sich im Bereich rund um die Produktion der Gasdruckfeder ganz klassisch darauf verlassen, dass der nichtrostende Stahl in den meisten Fällen die beste Wahl ist. Federn aus Edelstahl halten auch einfach länger, und das wissen die Kunden zu schätzen. Allerdings beschränkt sich die Frage der Produktion nicht einzig und allein auf die Frage nach dem richtigen Material – die genau genommen ja noch komplizierter ist, da ja neben dem Metall auch noch Gas für die Füllung aber auch Teile aus PVC zur Verarbeitung kommen. Da wären nämlich zunächst einmal die Länge des Hubs und damit auch die Dimensionen der Gasdruckfeder selbst. Soll sie sich nur einige Millimeter öffnen oder schließen oder sollen etwa einige Zentimeter oder gar Meter Weg bewältigt werden? Denken sie an die kleinste Feder, die Sie je gesehen haben aber auch die größte – beispielsweise in einem Kran, der auf einer großen Baustelle eingesetzt wird. Die Bandbreite ist groß, bei der Hublänge genau wie bei der Kraft, den die Gasdruckfeder aufwenden muss. Sicherlich ist für die Klappe am Wandschrank in der Küche eine andere Zahl an Newton erforderlich als für die Schaufel am Bagger oder eine sonstige Anwendung in der Industrie, das sollte sogar weniger Informierten oder technisch bewanderten Menschen einleuchten. Schließlich ist eine weitere grundsätzliche Entscheidung, ob je nach Anwendung eine Feder mit Druck oder Hub eingesetzt werden sollte. Es gibt nämlich solche Modelle, die die Bewegung in die eine oder in die andere Richtung auslösen. Das kann am besten am Beispiel der Tür erläutert werden. Soll sie geöffnet werden oder geschlossen oder gar beides nacheinander?

Manuell, elektrisch, hydraulisch – Jargon rund um die Gasdruckfeder

Eine Gasdruckfeder kann, sagen wir einmal in der Garage eingebaut werden und dazu dienen, das Tor rauf und runter zu schwingen, wenn man morgens mit seinem Auto zur Arbeit fährt und abends wieder nach Hause kommt. Dies ist ein hydraulischer Mechanismus, der auf zwei verschiedene Arten initiiert werden kann. Ganz leicht verständlich: Es gibt ja schließlich solche Garagen, die man von Hand aufschwingen muss und andere, die per Knopfdruck funktionieren. Und hierfür kommen eben auch zwei verschiedene Arten der Gasdruckfeder zum Einsatz, die manuelle und die elektrische. Bei manuellen Gasdruckfedern muss man die Initiale Kraft zu Auf- oder Zumachen der Klappe, ganz wie der Name es bereits sagt, von Hand aufwenden. Komfortabler geht es bei der elektrischen Variante vor. Dort genügt ein Druck auf den Knopf und die Klappe schwingt auf, getrieben von einer elektrisch angesteuerten Gasdruckfeder. Das ist natürlich einfach eine Frage des Komforts, den der Anwender wünscht – und für den er am Ende des Tages natürlich auch bezahlen muss. Aber so ein automatisch auf Knopfdruck aufschwingendes Garagentor hat natürlich auch seinen Reiz, gerade wenn es im Winter einmal kalt ist und man sich vor jeder Bewegung nach draußen graut und es einem kalt schauert, wenn man auch nur daran denkt. Da muss dann eben auch die richtige Gasdruckfeder ausgewählt werden, die zu der Anwendung passt. Alle diese technischen Charakteristika müssen dann in Betracht gezogen werden, will man den richtigen Typ von Feder für sich ermitteln. Ob die nächste Gasdruckfeder also elektrisch oder manuell gesteuert werden soll, hängt ganz von der Anwendung selbst und von den Anforderungen des Kunden ab, der die Feder einbaut oder einbauen lässt.

Standardmodell oder Anfertigung nach Maß?

Die gute alte Gasdruckfeder existiert dann noch in zwei Kategorien, die sich grundsätzlicher Unterscheiden. Zum einen gibt es eine ganze Palette solcher Federn, die ganz genau für eine oder bestimmte Anforderungen immer wieder hergestellt werden. Die gängigen Marken im Bereich der Türöffner oder der Gasdruckfeder, die die Klappe am Heck des Autos öffnet und schließt, sind hier wohl die eindrucksvollsten Beispiele. Der Charme an dieser ersten Gruppe Produkte ist, dass die Federn in großen  Stückzahlen hergestellt und vermarktet werden. Das führt zum einen dazu, dass die Produkte ständig verfügbar sind, was gut ist. Auf der anderen Seite konkurrieren in diesem Bereich so viele Hersteller miteinander, dass der Preisdruck enorm hoch ist und die Produkte daher eher in minderwertiger Qualität gefertigt werden. Wenn man im Standardbereich richtig gute Ware möchte, muss man also aufpassen. Und dann ist da noch die zweite Kategorie, die Gasdruckfeder, welche nach Maß gefertigt wird und voll und ganz auf die individuelle Anforderung abgeschnitten ist. Hier ist natürlich die Bandbreite der verschiedenen Modelle fast unlimitiert und immer anders, je nach Fall und Anwendung. Allerdings ist es auch nach wie vor eine Arbeit für Spezialisten, was in diesem Bereich eine bessere Qualität und höhere Sorgfalt hervorruft.

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